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Pressemitteilungen

13.03.2006 – Kommunalwahl 2006: AK Lebensrecht fragt, Politiker antworten

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Bei der Kommunalwahl am 26. März dürften für viele Wähler die Ansichten der Parteien zu ethischen Fragen mitentscheidend für die Wahl eines Kandidaten sein, da sie den Kurs der politischen Entscheidungen vorgeben.

Der Gießener Arbeitskreis Lebensrecht hat den in Stadt und Kreis Gießen antretenden acht Parteien zwölf kritische Fragen zur Kinder- und Familienpolitik gestellt, unter anderem zu folgenden Themenbereichen: Alleinerziehende, Kinderfreundlichkeit, Studieren mit Kind, Abtreibung, Leben mit Behinderung.

Geantwortet haben: CDU (Frau Getrud Wagener), SPD (Herr Thorsten Schäfer-Gümbel MdL), Grüne (Frau Gerda Weigel-Greilich und Frau Hiltrud Hofmann), FDP (Herr Thilo Danz), Freie Wähler (Herr Johannes Zippel), Linkspartei/PDS (Herr Thorsten Lux), Bürgerliste Gießen (Frau Elke Koch-Michel) sowie Akademie & Bürger Gießen (Herr Patrick Voyé).

Wir danken den Parteien für die Teilnahme und stellen die Antworten auf einer Sonderseite unter www.ak-lebensrecht.de vor. Nutzen Sie die Gelegenheit, aus den recht unterschiedlichen Antworten die Politik der Parteien und Kandidaten besser kennen zu lernen.

02.05.2005 – Arbeitskreis Lebensrecht stellt neuen Infoflyer vor

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„Kinder-Überraschung“ informiert über das Leben vor der Geburt und nennt hilfreiche Adressen

Der Flyer „Kinder-Überraschung“ lädt zum Nachdenken über das Leben vor der Geburt und ungewollte Schwangerschaft ein. In knapper Form werden wesentliche Entwicklungsschritte eines ungeborenen Kindes beschrieben, die jeder von uns selbst durchlaufen hat.

Uns fällt immer wieder auf, wie fasziniert und betroffen viele Jugendliche und Erwachsene auf Embryobilder und Embryomodelle reagieren. Wer über das Wunder des Lebens staunen kann, denkt häufig anders über aktuelle Themen wie embryonenverbrauchende Forschung, Präimplantationsdiagnostik (PID) und Selektion, Spätabtreibung und „Früheuthanasie“.

Eine kinderfreundliche Gesellschaft zeichnet sich durch positive, fürsorgliche Einstellung zu ungeborenen und geborenen Kindern aus, daher möchte der Arbeitskreis Lebensrecht mit dem Flyer auch zu mehr Unterstützung für Schwangere und bedürftige Familien animieren.

Für Frauen und Männer im Schwangerschaftskonflikt oder nach einer Abtreibung stehen wir gerne zum Gespräch zur Verfügung. Auf dem Flyer findet sich zudem eine Auswahl von Kontaktadressen weiterer Initiativen und Beratungsstellen aus Gießen und Wetzlar, deren Schwerpunkte von Beziehungsberatung über Schwangerschaftsfragen bis Hilfe nach Mißbrauch reichen.

Der Infoflyer wird an einigen Stellen in und um Gießen ausliegen, er kann auch beim Arbeitskreis kostenfrei angefordert werden. Download im Internet unter www.ak-lebensrecht.de. Kontakt: Arbeitskreis Lebensrecht der Evangelischen Allianz Gießen, Postfach 110541, 35350 Gießen, Tel. 0641-3013375.

21.04.2005 – Arbeitskreis Lebensrecht bei „Kunst in der City“: Jeder Mensch ist einmalig

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Der Arbeitskreis Lebensrecht ist bei „Kunst in der City“ (23.-24. April 2005) mit einem Infostand am Kugelbrunnen (Seltersweg) vertreten. Kinder können sich kreativ betätigen, für Jugendliche und Erwachsene geht es um den Wert des Lebens:

Jeder Mensch ist einmalig: Optische Unterschiede zwischen allen Menschen weisen darauf hin, dass wir von Anfang an individuelle Wesen sind. Und selbst bei gleichen Genen (eineiige Zwillinge und Klone) sind unsere Seelen und unsere Erlebnisse nicht dieselben.

Jeder Mensch ist ein Kunstwerk: Wenn wir den eigenen Körper im Detail betrachten, können wir nur staunen, wie genial alles zusammen passt und wie sorgfältig auch Kleinigkeiten gestaltet sind. Das Wunder des Lebens weist uns auf größere Zusammenhänge hin, in die wir eingebettet sind.

Jeder Mensch ist gewollt: Niemand entsteht zufällig oder aus Willkür, auch wenn die Umstände bisweilen anders aussehen. Gott hat uns ins Leben gerufen und liebt uns. Auch vermeintlich eingeschränktes Leben ist lebenswert, der Sinn unseres Lebens wird nicht nur durch Menschen definiert.

Jeder Embryo ist Mensch: Unser Leben begann mit der Zeugung. Weil unsere Eltern und viele andere uns bejaht und unterstützt haben, können wir heute diese Zeilen lesen. Auch in Gießen sind wir gefordert, Schwangere umfassender zu unterstützen, damit jedes ungeborene Kind zu einem glücklichen Leben findet.

Als Arbeitskreis Lebensrecht möchten wir im Raum Gießen Anlaufstelle für Menschen sein, die sich mit Unerwartetem in ihrem Leben auseinander setzen müssen, wenn es um ungewollte Schwangerschaft, Schwangerschaft mit Hindernissen oder allgemeinen Fragen rund um Lebensrecht und Menschenwürde geht. Neben konkreter Hilfe im Einzelfall bieten wir Infomaterial und die Gestaltung von Vorträgen, Jugendstunden etc. an.

Am Infostand stehen wir für Fragen gerne zur Verfügung; Sie erreichen uns auch telefonisch unter 0641-3013375 oder per E-Mail unter info@ak-lebensrecht.de. Weitere Informationen finden Sie auf unseren Webseiten unter www.ak-lebensrecht.de.

17.03.2005 – Offener Brief zur Sexualaufklärung von Pro Familia in der Schule

siehe Sonderseite Schule

25.01.2005 – Unterschriftenaktion „Gegen Spätabtreibungen – für das Leben“

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Der Arbeitskreis Lebensrecht beteiligt sich an der bundesweiten Unterschriftenaktion „Gegen Spätabtreibungen – für das Leben“ anläßlich einer geplanten Anhörung im Bundestag am 16. Februar 2005.

Diese Woche bieten Mitarbeiter des Arbeitskreises engagierten Passanten im Seltersweg die Möglichkeit, mit ihrer Unterschrift gegen die schlimme Praxis der Spätabtreibungen zu protestieren:

Bei einer Spätabtreibung wird ein ungeborenes Kind zu einem Zeitpunkt im Mutterleib getötet, an dem es unter normalen Umständen bereits als „Frühchen“ überlebensfähig wäre, also etwa nach der 22. Alterswoche des Kindes bis zum normalen Geburtsalter.

Im Jahr 2003 wurden 658 Abtreibungen ab der 20. Alterswoche statistisch gemeldet; Experten gehen jedoch von einer in Wirklichkeit vierstelligen Zahl aus. Jedem Beteiligten ist allein schon aufgrund der Größe des Fetus (ca. 20 cm und mehr) offensichtlich, daß es sich um eine vorgeburtliche Kindstötung handelt.

Die meisten Spätabtreibungen geschehen aufgrund vermuteter oder tatsächlicher Behinderung des Kindes. Während das Bundesverfassungsgericht bereits 1993 die Abtreibung aufgrund Behinderung als verfassungswidrig bezeichnet hat und in Folge die „eugenische Indikation“ abgeschafft wurde, wird heute dieselbe Praxis unter anderem Deckmantel weiter betrieben. Der Gesetzgeber sieht das und schweigt.

Durch den zunehmenden Druck der Ärzte zur Durchführung von Maßnahmen zur Pränataldiagnostik (PND) wie zum Beispiel Fruchtwasseruntersuchung erhöht sich die Zahl der grausamen Spätabtreibungen von Jahr zu Jahr, da eine andere „Reaktion“ auf festgestellte oder vermutete Behinderungen des ungeborenen Kindes in den meisten Fällen nicht möglich ist.

Zusammen mit zahlreichen anderen Organisationen fordern wir den Gesetzgeber erneut auf, diesen untragbaren Zustand endlich zu beenden:

Die Unterschriftenlisten sowie ein Infoblatt mit ergänzenden Informationen zum Thema sind auch auf den Webseiten des Arbeitskreises unter www.ak-lebensrecht.de erhältlich.

[Nachtrag: Vielen Dank für Ihre Unterstützung! Im Rahmen der bundesweiten Aktion haben in Gießen und Umgebung 22 Gemeinden und Gruppen innerhalb einer Woche 1.036 Unterschriften gesammelt, die wir nach Berlin weitergegeben haben. Insgesamt wurden am 03.02.2005 rund 146.000 Unterschriften an Bundestagspräsident Thierse übergeben. Das Thema bleibt weiterhin aktuell: Infoblatt SpätabtreibungUnterschriftenliste]

07.10.2004 – Infostand auf dem Krämermarkt Gießen: „Ich bin einmalig“

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Auf dem Gießener Krämermarkt 2004 (09./10.10.2004) wird auch der Arbeitskreis Lebensrecht mit einem Infostand vertreten sein. Jugendliche können Ihr Wissen über das Leben vor der Geburt mit einem Mini-Quiz testen, für Kinder stehen unter dem Motto "Ich bin einmalig" Taschen zum Selberdrucken bereit.

Der Arbeitskreis Lebensrecht gehört zur Evangelischen Allianz Gießen. Neben Information über Themen wie Schwangerschaftskonflikt und Menschenwürde vermittelt der Arbeitskreis Beratung und Hilfe für Schwangere in Not. Kontakt: 0641-3013375 und www.ak-lebensrecht.de. Spendenkonto: 51402600 bei der Volksbank Gießen.

24.06.2004 – Stellungnahme zur Kritik des Rechnungshofs an der Finanzierung und Zulassung von Pro Familia

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Referenzen:
17.06.2004 FAZ: Rechnungshof übt Kritik an "Pro Familia"
19.06.2004 Gießener Anzeiger: Rechnungshof: Pro familia Beratung entziehen
22.06.2004 Frankfurter Rundschau: Pro Familia sieht sich politisch diffamiert
22.06.2004 Gießener Allgemeine, S. 27: Pro Familia weist Vorwürfe des Rechnungshofs zurück
22.06.2004 Gießener Allgemeine, S. 27: In der Schule kommt Sexualität oft zu spät vor
22.06.2004 Gießener Anzeiger: "Wir arbeiten hier weiter wie bisher"
23.06.2004 FAZ: Opposition sieht Kochs verlängerten Arm am Werk
23.06.2004 Gießener Anzeiger: "Soziale Arbeit Druck des Marktes ausgesetzt"
25.06.2004 Gießener Anzeiger: Evangelische Allianz unterstützt Rechnungshof
26.06.2004 Frankfurter Neue Presse: Abtreibungs-Praxis bringt Pro Familia in Bedrängnis
29.06.2004 Gießener Anzeiger: "Landesregierung schädigt gezielt Ansehen von Pro familia"
30.06.2004 Gießener Allgemeine, S. 22: Pro und Contra Landeszuschüsse für Pro Familia
30.06.2004 Gießener Allgemeine, S. 27: Beratung von Schwangeren ist nicht ergebnisoffen
30.06.2004 Gießener Anzeiger: Pro Familia wehrt sich gegen Vorwürfe des Rechnungshofs

Wir begrüßen die Untersuchungen des Hessischen Rechnungshofs über die finanzielle Förderung von Pro Familia durch das Land Hessen. Es ist erfreulich, daß endlich ein Organ des Landes Hessen die weitgehende Finanzierung der Abtreibungen aus Steuermitteln und den Zusammenhang zwischen Beratung und Abtreibung beleuchtet und hinterfragt.

Seit vielen Jahren wird der Großteil der Abtreibungen aufgrund Beratungsscheinregelung durchgeführt, wobei die meisten Beratungen nach Schwangerschaftskonfliktgesetz (SchKG) bei Pro Familia stattfinden – bei der Organisation also, die durch die Errichtung von acht Abtreibungszentren Abtreibung in Deutschland maßgeblich vorangetrieben hat. 97 % Abtreibungen aufgrund Beratungsschein-Regelung, rund 125.000 jährlich, lassen erkennen, wie es um die Qualität und Effizienz der Pflichtberatung bestellt ist.

Auch die starke Zunahme der Entscheidungen für eine Abtreibung läßt erkennen, daß das Beratungskonzept eher wirkungslos ist: Bundesweit und in Hessen steigt die Quote von Abtreibungen zu Lebendgeburten seit Jahren an, in Hessen von 159 Abtreibungen (1997) auf 200 Abtreibungen (2003) pro 1000 Lebendgeborenen. Das ist eine Zunahme von 26 % in sechs Jahren. Hessen ist bei Abtreibungsquote und Steigerungsrate der Spitzenreiter in Westdeutschland (abgesehen von den Städten Bremen, Hamburg und Saarbrücken/Saarland).

Hessenweit wurden letztes Jahr rund 11.564 Abtreibungen statistisch gemeldet, also ähnlich viele, wie Pro Familia Beratungen durchgeführt hat. Damit sei nicht unterstellt, daß fast jede Beratung bei Pro Familia zu einer Abtreibung geführt hat, jedoch ist ein signifikanter Zusammenhang erkennbar.

Beratung ist nur dann ergebnisoffen, wenn mit der hilfesuchenden Mutter auch die massiven Gründe gegen Abtreibung (Lebensrecht des Kindes; Menschenwürde; Folgen für Mutter, Kindsvater, Geschwister des Kindes etc.), Hilfsmöglichkeiten für Schwangere in Not und Perspektiven für das Leben mit dem Kind erörtert werden und deutlich wird, daß Abtreibung laut Gesetz höchstens ultima ratio im äußersten Notfall, niemals aber Normalfall sein darf.

Einseitige bzw. unvollständige Beratung kann prinzipbedingt nicht ergebnisoffen im Sinne des Gesetzgebers sein. Nachdem Pro Familia seit Jahrzehnten vehement die Abschaffung des § 218 und damit die völlige Freigabe und Straflosigkeit der Abtreibung fordert, wird auch mit formaler "organisatorischer und finanzieller" Trennung von Beratung und Abtreibung die gesetzlich geforderte Neutralität kaum erreicht.

Wir gehen davon aus, daß in vielen Gesprächen zum Erhalt eines Beratungsscheins der hilfesuchenden Mutter nicht einmal der Entwicklungsstand ihres Kindes erläutert wird, vorgeblich, um nicht die Entscheidungsfreiheit der Mutter zu beeinflussen: Das Herz des Kindes schlägt ab dem 22. Tag, Gehirnströme lassen sich kurz nach dem 40. Tag nach Empfängnis nachweisen. Das Durchschnittsalter des ungeborenen Kindes bei Abtreibung lag im letzten Jahr bei 8 Wochen nach Empfängnis, das ist die 10. Schwangerschaftswoche. Wir sind der Meinung, daß die Mutter und der Vater des Kindes sowie die Öffentlichkeit das Recht haben zu erfahren, was bei einer Abtreibung wirklich geschieht.

1993 entschied das Bundesverfassungsgericht, daß es verfassungswidrig ist, rechtswidrige Abtreibungen – und das sind Abtreibungen nach Beratungsscheinregelung grundsätzlich – durch die Krankenversicherung bezahlen zu lassen. Wie kann es dann sein, daß seit Jahren stillschweigend durchschnittlich 90 % aller Abtreibungen von den Bundesländern finanziert werden, da in fast allen Fällen Antrag auf Kostenerstattung nach SFHG gestellt wird? Somit bezahlt letztlich das Land Hessen den Betrieb der drei Abtreibungsambulanzen von Pro Familia in Gießen, Kassel und Offenbach weitgehend indirekt durch die Kostenerstattung und unabhängig von einer besonderen Bezuschussung im Einzelfall.

Hier wird seit Jahren der Bock zum Gärtner und der existenzbedrohende Ausnahmefall zum Normalfall gemacht, während viele Organisationen, die sich für Schwangere in Not und den Schutz ungeborener Kinder einsetzen, dies weitgehend ohne Unterstützung des Staates ehrenamtlich oder auf Spendenbasis tun müssen. Das Thema wird jedoch von der Bundesregierung und den meisten Parteien bewußt gemieden, wie auch die Reaktion der Grünen auf den FAZ-Bericht zeigt: Das Prüfen des Rechnungshofs, ob das finanzielle Engagement des Landes gesetzlich begründet und inhaltlich geboten ist, sei "Autoritätsmißbrauch und Einmischen in eine politische Auseinandersetzung".

Wir fordern, diesem unerträglichen Zustand umgehend ein Ende zu setzen. Es kann nicht sein, daß rechtswidrige Handlungen, die jedes Jahr den Tod hunderttausender ungeborener Kinder verursachen, aus Steuermitteln bezahlt werden, und der Staat seine Schutzpflicht für das ungeborene Leben vernachlässigt.

Folgende Punkte halten wir für den Schutz schwangerer Frauen in Not und ihrer ungeborenen Kinder für dringend erforderlich:

 

Nachtrag: In den Meldungen der Gießener Allgemeinen und des Gießener Anzeigers vom 22.06.2004 bezeichnen wir folgende Punkte als falsch bzw. irreführend:


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